1863. Georgas Salomon, Leiter der jüdischen Gemeinde in Stendal, richtet im Obergeschoss seines Wohnhauses in der Weberstraße 366 einen Synagogenraum ein. Über zwei Jahrzehnte lang diente dieser als Herzstück der jüdischen Gemeinde. Wie hat der Raum das Leben der Stendaler Juden geprägt? Welche Bedeutung haben synagogale Räume im 19. Jahrhundert? Wir erkunden die Bedeutung des Synagogenraums als Ort des Gebets, der Feier und des Lernens. Und wir fragen uns, wie er zur Unabhängigkeit der jüdischen Gemeinde in Stendal von Tangermünde beitrug – und wodurch er abgelöst wurde.
von Jana Herrmann, Jana Niebuhr, Rosalie Elli Scholz, Lea Bozduganova, Hanna-Lena Poltrock und Leo Odemar
